Gute Idee – unwillige Reisegefährten

Wir wollten unseren Umzug in die nächste Unterkunft mit einer Tour verbinden, auch wenns nicht weit gewesen wäre, war es uns lieber unser Gepäck nicht tragen zu müssen. Tja. Was für ein Reinfall. Beim ersten Stopp haben wir festgestellt wie sehr sich hier alles verändert hat, um sich Reisterrassen anzusehen zahlt man, bei unserem letzten Besuch war das der ganz normale Ausblick, heute ist alles verbaut, man sieht nicht mehr hin und muss durch Lokale gehen, nachdem man ein Ticket gelöst hat, um dann tausende Instagram Foto Spots präsentiert zu bekommen, mit Schaukeln, überdimensionierten Vogelnestern zum Reinsetzen und etlichen weiteren Absurditäten wo man bei jeder einzelnen angehalten wird doch bitte ein Foto zu machen und die Gebühr zu entrichten. Tempel interessieren unsere Kids nicht die Bohne und besonders fies sind Verkäuferinnen, die dem willigen Nachwuchs offene Bananen in die Händchen drücken und einen, sobald die Kinder reingebissen haben, darauf aufmerksam machen dass man doch bitte für das konsumierte Obst bezahlen soll.

Unser Fahrer ist sehr nett, aber leider so gar kein Tour Guide. Wir suchen jetzt jemanden der Deutsch spricht, in der Hoffnung, dass unsere Kinder sich dann mehr dafür interessieren, was der Guide zu erzählen hat (also wenn wir an einen geraten, der uns etwas erzählen will). Dafür waren wir sehr gut essen und die Kinder haben Kois gefüttert, gestreichelt und vielleicht auch ein wenig verstört zurückgelassen, kurz bevor wir beschlossen, diese (Tor)Tour 😂🙈 frühzeitig abzubrechen. In der neuen Unterkunft wurde uns dann mitgeteilt, dass sie unsere Buchung verschlampt haben und gefragt ob es uns eh nichts ausmacht statt 5 Nächten nur 3 zu bleiben – Max hat recht schnell deutlich gemacht, dass ihm das sehr wohl was ausmacht und siehe da, nach einer Stunde in der wir einen Kampfhahn bestaunt, Kaffee getrunken, Bananensaft (wer hätte das gedacht :)) geordert und vergeblich im Internet nach Alternativen gesucht haben, gab’s dann doch eine Lösung. Unser neues Ubud Zuhause ist sehr schön und liegt an einer ganz tollen kleinen Straße, wo wir auch gleich sagenhaft gut gegessen haben.

Zum Tagesabschluss wurde noch unser gut gebuchter Schutzengel aktiv, Tim war eingeschlafen und konnte daher sein köstliches Crêpes mit Mangomarmelade nicht essen. Beim ersten Bissen knirschte es und ich entdeckte mehrere Glassplitter. Ich hab nur einen kleinen Schnitt am Gaumen, habs früh genug gemerkt und alles ausgespuckt. Also: danke lieber Schutzengel, dass ich und nicht eines meiner Kinder diesen Bissen genommen habe.

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