Blue Bay, Grand Bassin und der Brabant 

21.8.

Tim mag kein Porridge. Ich habe heute gelernt wie ausdrucksstark ein Baby Ekel deutlich machen kann. Das Gesicht wird verzogen, ein lautes ‚wäh‘ bahnt sich seinen Weg und er spuckt. Er konnte selbst kaum glauben, dass es etwas gibt das ihm nicht schmeckt und hat es immer wieder versucht. Die Reaktion blieb auch nach dem fünften Löffel dieselbe. Köstlich lustig anzusehen. 

21.8.


Blue Bay –  Schlechtwetter Programm (kein Wind) 

Schon die Fahrt nach Blue Bay ist eine Reise wert, quer durch den Nationalpark winden sich eine gut zu befahrende Straße bis in eine kleine Ortschaft deren Highlight eine glasklare blaue Lagune ist. Wider Erwarten waren am Strand hauptsächlich Einheimische, unzählige Kinder und eine Bombenstimmung. Mit unserem weißen Baby waren wir der Blickfang schlechthin und wurden von allen Seiten angequatscht, fotografiert und angelächelt. Um 800 Rupies haben wir eine Bootsfahrt mit einem glass-bottomed boat gemacht und waren vor der Coconut Island im Korallenriff schnorcheln. Dank Tim waren wir ganz alleine am Boot. 

Am Strand gab es Essensstände, wir haben uns durchgekostet und Michi hat sich an einem kleinen Stein, der in einem Bällchen versteckt war, ein Stück Zahn ausgebissen. Lecker wars trotzdem, für Michi allerdings ein teurer Snack. 


Tim war die Hauptattraktion am Strand und fand sofort ein nettes kleines Mädchen das mit ihm spielen wollte. Wie ein kleiner Hund ist er dem Ball hinterher gekrabbelt, den sie ihm zugeworfen hat. 

Die mitgebrachten Windeln sind uns heute ausgegangen, gut dass man hier im Supermarkt alles bekommt was man braucht. Gläschen und Windeln sind vergleichsweise teuer, Quetschbeutel und Griesbrei in allen erdenklichen Varianten super günstig. 

Grand Bassin 

Da gibt’s Hindu Tempel, ach ja und riesige Statuen. Ähm. Ja. Muss man gesehen haben. Wir waren da. Sehr, ähm, wie sag ich es richtig… beeindruckend? Nein, groß. Ja,  groß auf jeden Fall. Das ist das richtige Wort, beschreibt es vorzüglich: GROSS                 

22.8.

Kein Wind (wir machen aber trotzdem keinen Ausflug, weil Max noch optimistisch ist), Tim steht schon ganze 10 Sekunden alleine, ein Baby mit Durchfall ist arm, 6 Uhr Tagwache mit Watschen-Weckdienst wegen akutem Klo-Bedürfnis des Kurzen, 9 Gelsendippel in Tims Gesicht (und ich seh nur die Hälfte, weil er gerade auf meinem Bauch schläft), strahlend blauer Himmel und frisches Baguette. 

Der Brabant 


Endlich waren wir am Brabant. Also ‚am‘ ist nicht so ganz richtig. Wir haben nach 1,5km aufgegeben. Zu unserer Verteidigung ist zu sagen, dass wir (also Max) Tim getragen hat und ich, ich bin out of Kondition. Der Blick war auch von nicht ganz so weit oben sehr schön. Michi ist weiter gegangen, das heißt wir haben zumindest Bilder davon und bis zum Gipfelkreuz wären wir mit dem Zwerg sowieso nicht gekommen, die letzten Kilometer sind ziemlich gefährlich und man darf mit Kindern gar nicht weiter gehen. Außerdem war es steil. Ach verdammt, ich hatte einfach keine Lust weiter zu laufen. Bis vor ein paar Wochen war das Gebiet in Privatbesitz und es hat 40€ gekostet den Berg zu besteigen, jetzt gehört der Brabant zum UNESCO Weltkulturerbe und ist frei zugänglich.  

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