Schlüsselsuche und blaue Flecken 

19.8.

Ich hab den Dreh raus. Kiten ist weltklasse. Ich mach mir immer noch ins Hemd, wenn der Strand zu nahe kommt oder andere Kiter auch nur ansatzweise in der Richtung sind, in die ich vorhabe zu fahren, aber abgesehen davon werde ich mutiger. Max springt meterhoch in die Lüfte, ich bin glücklich wenn ich mich richtig rein lege und übers Wasser gleite. Vielleicht werde ich noch zum Speedjunkie, die Chancen stehen gut. 

Ich komme mit unzähligen blauen Flecken aus dem Urlaub zurück, habe einen mordsmäßigen Muskelkater, habe dank dem Neoprenanzug eine sehr unvorteilhafte Bräune und bin trotzdem wie berauscht von diesem Sport, den ich ohne dieser Reise wohl nie ausprobiert hätte. 

Michi, Max, Tim (er hat weniger mitgeholfen, mehr dagegengeholfen) und ich haben fast eine Stunde lang das Auto und alles was drin war (wer uns kennt weiß, dass das viel ist) auf den Kopf gestellt, weil sich der Autoschlüssel unerklärlicher Weise in Luft aufgelöst hat, haben ihn letztendlich aber doch gefunden.

Jetzt kochen wir gemeinsam und warten auf Sepp. Ein erfolgreicher Tag. 


20.8.

Tim klettert seit neuestem mit den Beinen voran runter (überall, wirklich ÜBERALL). Das minimiert seine blauen Flecken um ein Vielfaches.

Max hat mich heute sehr nervös gemacht, er ist ins Innenriff in die Wellen gefahren. Ich hab die ganze Zeit geschaut, ob sein Kite noch zu sehen ist und so stolz ich auch auf ihn bin, es macht mir ganz schön Angst ihn da fahren zu sehen. 

Am Nachmittag waren Michi und ich in der Lagune kiten und ich hab mich durchgebissen. Die ersten paar Versuche waren noch hart und dann hatte ich es raus und bin mit einem Mordstempo den Strand entlang gebrettert, ich bin sogar einige Längen mit nur einer Hand gefahren und hatte riesig Spaß. Jetzt komme ich schon bei jedem Start aus dem Wasser und bin sogar schon dahin gefahren, wo ich hin wollte. Raus aus dem Wasser bin ich nur, weil meine Oberschenkel schon so gebrannt haben, dass ich nicht mehr am Brett stehen konnte. 

Ich freu mich schon auf den Muskelkater, der wird saftig und mit jedem Ziehen in meinem Körper freue ich mich über meine Leistung. Mir war ja schon im Vorhinein klar, dass Max eine gute Figur machen wird, aber dass ich das auch hinkriege und dabei so viel Adrenalin ausgeschüttet wird hatte ich nicht gerechnet. 


Nach dem Kiten hatten wir eine Schrecksekunde, einem Italiener ist beim Starten der Kite durchgegangen und ich konnte mich gerade noch rechtzeitig über Tim beugen und so haben die Schnüre nur mich erwischt. Ich habe schon so viele Blessuren und das ist die erste, die wirklich weh tut. Max war währenddessen auf dem Wasser, was gut für die Gesundheit des Italieners war und somit ist nur der Kite und eine Fahne,  die er mitgerissen hat, kaputt. Da sind wir bin ich noch einmal mit einem blauen Auge Arm davongekommen. 

Der Zwerg steht ganz alleine, kurz aber er steht. 

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