Kleine Erfolge und eine Richtigstellung 

17.8.

13 Stunden Schlaf. Wow. Nicht am Stück, aber wir wollen ja nicht unverschämt werden mit unseren Wünschen. 

Ich war heute lang am Wasser und es war spitze. Nachdem ich den größeren Schirm genommen habe, war es richtig geil. Ich freue mich schon auf morgen. Jeden Tag geht ein bisschen mehr, jede Minute am Wasser bringt etwas, auch wenn es in dem Moment nicht so scheint, ich lerne. Auch wenn mich das ganze Drumherum (in den Neo schlüpfen, Kite aufbauen, Bar aufrollen, durchs Wasser waten) noch Überwindung kostet, es lohnt sich. Ich komme mittlerweile bei so ziemlich jedem Versuch aus dem Wasser und nach links habe ich die Beinstellung raus, lasse mich nach hinten fallen und fahre sogar Höhe. Jetzt muss ich meinen Körper nur noch dazu bringen das zu tun was ich möchte, wenn ich nach rechts starte. 

Ich glaube wir haben bei Tim schon mal eine Sache richtig gut gemacht: er freut sich aufs Schlafengehen. Er verlangt regelrecht danach, klettert an mir hoch, will an die Brust und in seiner Lieblingsposition einkuscheln. Wenn er beim abendlichen Stillen seitlich an mir herabrutscht, einen Arm und ein Bein um mich schlingt, dann weiß ich dass es Zeit fürs Hinlegen ist. Was gibt’s schöneres? Er geht gerne ins Bett, wenn er müde ist. So soll es sein.

18.8.

Die letzte Woche ist angebrochen. So lange sind wir schon hier und je näher unser Flug rückt, desto schneller scheint die Zeit zu vergehen. 

Beim Kiten habe ich den Punkt erreicht, dass ich richtig Lust darauf habe ins Wasser zu gehen. Jetzt wo wir auch (zumindest ein bisschen) zu den Wassersportlern gehören, hat Mauritius als Reiseziel seine Berechtigung und es könnte nicht besser sein. Das ich über die Insel kaum etwas schreibe hat nichts damit zu tun, dass wir hier keinen Spaß hätten, es gibt einfach nur nichts darüber zu berichten. Das was Mauritius reizvoll macht sind die sportlichen Möglichkeiten. Für uns Anfänger ist die berühmte Welle zwar (noch) nicht interessant, aber bei Max ist das nur eine Frage der Zeit. 

Vicky hat mich darauf hingewiesen, dass sich meine Beiträge lesen als wäre hier alles scheiße und wir hätten überhaupt keinen Spaß. Das hat mich sehr beschäftigt und ich habe mir alles noch einmal durchgelesen, ich lese das zwar nicht heraus, habe aber auch einen anderen Zugang weil ich ja die Emotionen hinter den Zeilen aus erster Hand kenne. Wenn das so ist tut es mir leid und es ist auch ganz sicher nicht so und war auch nie mein Anliegen es so darzustellen. Ich berichte hauptsächlich von Tim, weil er nunmal derzeit das Zentrum unserer kleinen Welt ist und unsere volle Aufmerksamkeit genießt. Und ja, vom Kiten. Weil das gerade die Beschäftigung unserer Wahl ist und ein sehr zeitintensives und anspruchsvolles Projekt. 


Was diesen Urlaub ausmacht sind unter anderem die Menschen, die mit denen wir gemeinsam hier sind und auch die, die wir kennengelernt haben. Es wird sich erst weisen, ob die Urlaubsbekanntschaften auch in der echten Welt das Potential haben zu Freundschaften zu werden, wünschen würde ich es mir. 

Es ist unser erster Urlaub als Familie, das erste Mal, dass wir so lange Zeit an nur einem Ort verbringen und auch die Erfahrung mit so vielen Menschen auf längere Zeit auf engem Raum zusammenzuleben ist neu für uns. 

Seit gestern haben wir wieder einen neuen Mitbewohner und morgen ist Melissa’s letzter Tag. Seit die drei Mädels weg sind ist es ein bisschen ruhiger geworden, Tim hat die Aufmerksamkeit von den dreien sehr genossen und hätte er mitentscheiden können, hätten sie ganz bestimmt verlängert. Die 30 Tage mit Lukas waren super entspannt und der Zwerg hat einen neuen hochkompetenten Babysitter gefunden. Die ersten beiden Wochen mit Gerry waren geprägt durch viele Abende in großer Runde, singen und Trinkgelagen (das habe ich natürlich ausgelassen). Seit Michi da ist, ist Tim im siebten Himmel und das allabendliche Kochen in der Runde ist supernett, besonders weil Sepp Gott und die Welt kennt und regelmäßig frischen Thunfisch besorgt. Der gemeinsame Umzug ins neue Quartier war eine gute Entscheidung, es ist gemütlicher und wir alle schlafen besser. Jeder einzelne unserer Mitbewohner war und ist eine Bereicherung. 

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