Delfine, Kiten und ein Pilz

29.7. 

Eine höhere Macht hat was gegen meine Kitelernversuche, in 2 Stunden konnten wir nur 30 Minuten verwerten wegen dem fehlenden Wind. Am Brett stand ich also immer noch nicht. 

Wenn wir mal ein Haus haben, dann will ich eine riesige Terrasse, wie wir es hier haben. 

Den Strand haben wir ausgelassen, Baguette essen mit Sonnenuntergang und Parkour Training mit Tim ist auch lustig. Leider hat er heute entdeckt, dass man von der Terrasse Spielsachen runter schmeißen kann. Jetzt liegen eine Rassel und ein paar Ringe im Garten unserer Vermieter, die erst in ein paar Tagen wieder da sind.

Die Wohnsituation finde ich ausgesprochen spannend, wir haben ja beide keine Erfahrungen mit Wohngemeinschaften. Dafür dass wir mit jemandem zusammen wohnen den wir vorher gar nicht kannten und Lukas, mit dem wir davor nur wenig zu tun hatten, ist es wirklich sehr harmonisch. Das es mit Sepp gut klappt hatten wir uns gedacht, man weiß es im Vorhinein trotzdem nie 100%ig. Was manchmal ein wenig kompliziert ist, ist unser doch sehr unterschiedliche Zugang zu Geld. 

30.7.

Wasserstart, check! Ich habs echt geschafft mit dem Brett einige Meter übers Wasser zu fahren. So cool. Diesmal hatte ich leider keine Einzelstunde weshalb ich viel im Wasser stand und warten musste. Noch etwas das ich furchtbar finde, Kälte. Solange ich beschäftigt bin, ist mir kuschelig warm, aber heute war es grenzwertig. Die Power vom Schirm ist genial, mir macht das schon so viel Spaß, ich bin gespannt wie es ist, wenn ich erstmal richtig fahren kann. 

Der weitere Tagesverlauf war nicht so prickelnd. Ich habe auf Tims Zunge weiße Flecken entdeckt und es scheint Soor zu sein (das ist ein Pilz). Seit einigen Tagen tut mir das Stillen weh, ich dachte es läge daran, dass er so viel und oft in der Nacht trinkt, anscheinend hab ich mich geirrt. Vielleicht erklärt das auch die nächtliche Unruhe beim Knirps und wir können bald wieder durchschlafen (halbwegs zumindest). Sowas muss natürlich ausgerechnet am anderen Ende der Welt und dann auch noch an einem Samstag passieren. Unser Wiener Kinderarzt war nicht erreichbar und der hiesige hat erst wieder am Montag Ordination. Dr. Google warnt davor zu lange mit der Behandlung zu warten, weil sich Soor sehr schnell ausbreitet, schmerzhaft ist und je später man damit beginnt, desto schwerer wird man es los. Meine Laiendiagnose wurde sowohl von Ulli (österreichischer Arztimport), als auch vom mauritischen Kinderarzt per Telefondiagnose bestätigt. Tim bekommt bis Montag Dalaktin, wenn es dadurch nicht merklich besser wird oder ganz weg ist, müssen wir zum Inselkinderarzt. Empfohlen werden lauter unumsetzbare Handgriffe: alles was er im Mund hatte waschen (also wirklich ALLES) und er soll nur noch saubere Sachen ablutschen (haha, der futtert den halben Tag lang Sand!). 

31.7.

Wir haben Delfine gesehen! Ganz viele und auch Kälber, wir sind mit ihnen geschwommen. Diese wunderschönen Tiere sind schon vom Boot aus faszinierend, aber im Wasser. Das ist eine ganz andere Nummer. Wir sind um 6 aufgestanden und Sepp hat sich zu Tim gelegt. Erst hatte ich ja Skrupel, immerhin ist er noch nie ohne zumindest einem von uns aufgewacht, aber alles hat super geklappt. Er hat seinen Babysitter angestrahlt und die beiden waren noch am frühstücken als wir zurück kamen. 

Bewaffnet mit Neoprenanzug, Taucherbrille und Flossen ging es einige Male ins Wasser, bei drei Tauchgängen haben wir Delfine gesehen. Neben dem Boot konnten wir einen fliegenden Fisch beobachten. Die Welt ist so ein schöner Ort. Das Schwimmen war ganz schön anstrengend, so gerne ich noch mehr Delfine gesehen hätte meine Kondition hätte nicht länger mitgemacht. 

Seit er das Mittel gegen den Soor bekommt sabbert Tim wie ein Weltmeister. Er rinnt regelrecht aus.  

1.8.

Ich bin gefahren! Mit dem Kite, übers Wasser, ganz alleine. Allerdings nur nach links. Ich gleite in eine Richtung und dann laufe ich zurück, was sehr anstrengend ist vor allem nachdem Tim mich im Zweistundentakt weckt und trinken will. Alles andere als ausgeschlafen habe ich mich aufs Brett gewagt und bin mächtig stolz auf mich. Um halb 5 kamen unsere Mitbewohner heim und haben Party vor unserer Türe gemacht, was eine zusätzliche Schlafunterbrechung für uns bedeutet hat. So wenig wie ich derzeit zum Schlafen komme, fällt das gar nicht ins Gewicht. 

Am Nachmittag war Max am Wasser und wir haben am Strand gewartet. Er hat eine Koralle geküsst und einige Schnitte an der Hand abbekommen, sonst ist er heil geblieben. Andi ist beim Windsurfen auf einen Seeigel gestiegen, das sieht weniger gut aus. Schuhe brauche ich also definitiv, einen Neo muss ich auch noch kaufen. 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s