Kinderurlaub

10. Tag, extra für die Großeltern aus Tim-Perspektive

Das ewige Einschmieren tagtäglich ist zwar lästig, aber ein bisschen genieße ich die extra Portion Aufmerksamkeit schon. Wir waren frühstücken, die Alten saßen bei Tisch und ich habe unterhalb alles gegessen was mir zugeworfen, ähm in die Hand gedrückt wurde. Ein paar mal habe ich auch etwas erwischt was nicht von den Tellern meiner Versorger kam, da haben sie dann immer ganz schnell mit einem Finger in meinem Mund rumgebohrt, dafür hab ich dann herzhaft zugebissen. Das hatten sie davon. 

Mama ist mit mir im Tuch sicher eine Stunde den Strand entlang gegangen und wir konnten einen Blick auf einige Resorts werfen. Jetzt wissen wir auch, woher die atemberaubenden Bilder kommen, die das Internet bevölkern wenn man „Mauritius“ eingibt. Weißer, karibischer Strand mit Palmen und als i-Tüpfelchen gab’s auch noch Hängematten. 

An „unserem“ Strand kann man aber am allerbesten die Surfer und Kiter beobachten und andere Kinder gibt’s zum Spielen und Früchte gab’s, ich war sogar so nett und habe meine Eltern auch kosten lassen. 

Obwohl ich so viel mit ihr gespielt habe, war meiner Mama ein wenig fad und sie hat beschlossen auch einen Kitekurs zu machen (Papa beginnt morgen), dabei hab ich mich so bemüht und habe sie nur ganz wenig angeschrien wenn sie mir ihre tollen Schuhe weggenommen hat. Der kurzhaarige Versorger freut sich total darüber, ich weiß noch nicht so ganz was ich davon halten soll, dass ich bald ein paar Stunden mit ihm alleine sein werde. Ich hoffe Mama bringt ihm noch unser tolles neues Lied bei. 


Was Neues kann ich auch, ich stille seit heute im Tragetuch! Am liebsten bin ich im Tuch ganz nackig, sieht auch keiner und ich schwöre bis jetzt ist immer alles trocken geblieben. Diese Mobilität ist spitze, wenn Mama wo liegt klettere ich einfach auf sie drauf und zieh sie aus, wenn ich Hunger habe. Ich bin draufgekommen dass ich im Auto nur laut genug brüllen muss, sind wir nah genug an Zuhause nimmt sie mich aus dem Höllensitz, sind wir zu weit weg fährt das Vatertier an den Straßenrand und ich bekomme Futter. Manchmal lass ich mich auch mit Biskotten bestechen und Butterbrot (genaugenommen lutsche ich lediglich die Butter runter) mag ich, nur so zur Info. 


Während ich mit Mama im Schlepptau (die ist bedenklicher Weise immer hinter mir, sollte ich mir Sorgen machen?) spiele, bereiten meine Mitbewohner für heute Abend vor, wir bekommen später Besuch und es gibt frischen Thunfisch. 

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