Mauritius

Tag 1

Der erste Eindruck ist positiv. Die Vegetation erinnert an eine Mischung aus Thailand und Griechenland, die Stimmung ist allerdings ganz anders. Tropischer (auch von den Menschen her) als Griechenland und wesentlich sauberer und geordneter als Thailand. Mauritius ist von einem Riff umgeben, weshalb es keine (oder nur kleine, ungefährliche) Haie gibt. Sepp hat uns mit seinem Pickup vom Flughafen abgeholt und ich war froh dass wir noch eine kleine Schonfrist hatten, um uns an den Linksverkehr zu gewöhnen. Im Moment ist das Wetter wechselhaft (Regen und perfekter Sonnenschein liegen nur Sekunden auseinander) und wir müssen bei dem Wind gut auf Tims Ohren aufpassen. 

Unser Haus ist wunderhübsch, das Zimmer riesig mit eigenem Bad und der Blick von der, locker für 20 Leute ausreichenden, Terrasse ist unbezahlbar. 

Tag 2

Mauritius ist ganz anders als wir es erwartet hatten. Wir hatten am Vormittag ein schlafendes Kind im Auto, also haben wir die Gelegenheit beim Schopf gepackt und waren die nächsten drei Ortschaften ansehen. Black River, Tamarin und Flic en Flac. Viel gab es nicht zu sehen, die Strände sind sehr schön, mehr gibt’s nicht. Riesige Hotelanlagen und ausgestorbene Dörfer. Es sind kaum Menschen auf den Straßen, Streetfood oder zumindest Obst- und Gemüsestände stehen am Straßenrand, die werden wir noch testen. Es gibt keine Promenade, keine Bars am Strand und nur wenige Restaurants. In Le Morne steht ein Imbissstand in einem kleinen Lieferwagen direkt am Strand, das Essen ist sensationell und günstig. Zwei andere Babys haben wir kennengelernt, beide 12 Monate alt, ein bisschen kleiner als Tim und von dem was er kann, fällt er neben den beiden gar nicht auf. Abendessen hat einer unserer Mitbewohner organisiert, bei einer Einheimischen die auf Bestellung kocht. 

Tag 3

Den hauseigenen Kinderknast haben wir auf die Terrasse gestellt, die kleine Matratze passt für den Nachmittagsschlaf perfekt neben unser Bett. 

Wir müssen noch lernen wie das Reisen mit Baby funktioniert. So wenig wie wir an einem Tag schaffen haben wir auf jeden Fall genug für die gesamten 6 Wochen zu tun. Wir brauchen für alles länger als wir es erwartet hätten, mit so viel Ruhe wie diesen Sommer sind wir noch keine Entdeckungsreise angegangen. Heute waren wir in Albion, hatten am Strand ausgezeichnetes Streetfood (ja, so hatten wir uns das schon eher vorgestellt) und saßen mit lauter einheimischen Frauen am Strand unter Bäumen. Kontakte knüpfen, vor allem mit Einheimischen, ist mit lachendem Zwerg am Arm doppelt so einfach, herzlich und lustig. Tim fremdelt zwar, aber hauptsächlich bei Männern und so lässt er sich, mit einem Lächeln im Gesicht, von jeder Frau in den Arm nehmen und abbusseln. Ein weißes Baby in schwarzen Armen ist übrigens ein sehr beliebtes Fotomotiv bei den Mauritaniern. 

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