Ostern in Kopenhagen

Airbnb hat uns gute Dienste erwiesen. Wir wohnen bei Manne, einem schwulen Kunst Studenten, der sehr nett und hilfsbereit ist. Die Lage der Wohnung ist optimal und sein Hund entzückend, was will das Herz mehr?!

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Die Stadt wirkt reich, alles ist gepflegt, die Gebäude sind schön, die Stimmung ist fast ausgelassen.

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Sehr interessant waren Ripleys believe it or not und das Guinness world record museum. Die beiden dazugehörigen Ausstellungen kann man sich sparen, nur nicht vom Paketpreis einlullen lassen… Per Zufall waren wir bei einem Lagerabverkauf und Max hat sich mit (eigentlich) sündhaft teuren Jeans eingedeckt. 4 lange Jeans, eine kurze und eine Sportjacke für insgesamt 130€, das nenn ich mal einen guten Preis!

Die Bronzefigur der little mermaid ist sehenswert (wenn auch kleiner als erwartet), wobei ich davon abraten würde mir diese per Boot anzusehen, dann hat man nämlich definitiv alle Touristen auf seinen Bildern die gerade vom Land aus ihre Fotos machen. Es gibt einen freien Stadtteil, eine staatlich geduldete autonome Gemeinde namens Christiania, in der Marihuana in einer Straße verkauft werden darf, aber ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass dies verboten ist, das Laufen verboten ist (es könnte Panik auslösen, was bei den vielen trüben Personen in dem Areal wahrlich kein Wunder ist) und das Fotografieren verboten ist. Wenn man den Bereich verlässt betritt man offiziell wieder die EU. Kunterbunt und total schräg präsentiert sich die Hippie Gemeinde, zwischen Schrott und vielen Pflanzen stehen hübsche Einfamilienhäuser neben heruntergekommenen Baracken.

Essensempfelungen: Buffet im Dalle Valle (119 DKK, was für dänische Verhältnisse echt ein Schnäppchen ist, teuer sind allerdings die Getränke, für einen Krug Leitungswasser zahlt man 40 DKK) – große Auswahl, spitzen Qualität

Woo Wok (Gerichte ab 90 DKK) authentisches Thai food, außergewöhnlich gut, das beste thailändische Essen, das ich außerhalb von Thailand je hatte!

Heute Nacht haben wir etwas sehr Besonderes erlebt, nicht besonders gut, aber besonders besonders. Gleich im nächsten Hof, angrenzend an den Garten des Hauses in dem wir wohnen, haben die Hells Angels gefeiert. Die ganze Nacht lang, mit brummendem Bass, der Jim gesamten Körper zu spüren war, die unrhytmische Baseline vibrierte durch unsere Brustkörbe und wir konnten bei der Hardcore Techno Musik nur schwer schlafen. Zu unserem Glück geht unser Fenster zur anderen Seite raus, Manne könnte weniger Schlaferfolg verbuchen. In der Früh hat er uns erzählt, dass die Hells Angels drei mal im Jahr hier feiern, die Anreiner prinzipiell nicht vorwarnen und alle zu viel Angst haben, als dass sie was sagen würden. Ruft man in dem Belangen die Polizei, kommt sie einfach nicht, keiner will sich einmischen.

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Apropos Polizei. Die reagiert übrigens auch nicht, wenn man direkt hin geht um einen Diebstahl zu melden. Nachdem ein neuer Besitzer sich im Bus (5a, dem meist frequentierten Bus Europas!) mein Handy ausgesucht hat, alle Passwörter geändert und meine Simkarte gesperrt war, wollten wir zur Polizei, um Anzeige zu erstatten. Mir ist schon klar, dass ich das Telefon davon nicht wieder bekomme, aber den Wisch von der Polizei braucht man, damit zumindest das Simkarte sperren nichts kostet. Einfacher gesagt, als getan. In Kopenhagen gibt es nämlich so viele Polizeistationen wie es Cashews in Milchreis gibt (ich hoffe die Häufigkeit ist damit ausreichend vor Augen geführt). Nach 1,5 Stunden, wobei dazu zu sagen ist, dass wir eine Polizistin (die einzige, die wir bisher zu Gesicht bekommen haben) gefragt haben, die uns auch keine Hilfe war, kamen wir endlich an unserem Ziel an. Gleich beim Reingehen blaffte mich der anwesende Polizist an, die Station wäre geschlossen. Ich bin einfach weiter gegangen und habe ihm gesagt, dass wir nach 1,5 Stunden suchen endlich da wären und ich jetzt bitte seine Hilfe brauche. Er sagte es gäbe eine andere Station, aber auch nach mehrmaligem Nachfragen wollte er nicht erzählen wo sich diese befindet. Danke auch. Ich versuchte es noch einmal und erklärte ihm, dass ich nur Anzeige erstatten wolle, weil ich das am selben Tag erledigen muss, an dem auch die Simkarte gesperrt wird. Anzeige erstatten kann man in Dänemark laut ihm nicht und außerdem, wäre die Station geschlossen. Wir sollen die Notrufnummer wählen. Langsam wurde ich stinkig. Ich erklärte, dass es aber doch kein Notfall, sondern nur ein gestohlenes Handy wäre, woraufhin er meinte dass da sowieso keiner kommt. Spätestens jetzt war ich so richtig angepisst ich fragte ihn was mit dieser verdammten Stadt falsch läuft, dass man zur Polizei geht und die einem nicht helfen. Mal abgesehen von der Polizeipräsenz die zum Vergessen ist. Daraufhin blökte er etwas von „with this attitude…“ und war weg. Tja, wäre es nach ihm gegangen, hätte er mich schon bei der Begrüßung rausgeworfen. Manne hat dann für uns herausgefunden wie das ganze funktioniert. Ein verdammtes online Formular! Man muss nur ins Internet gehen und füllt die Schadensmeldung aus! Also das hätte mir der Polizist doch echt sagen können, bzw hätte er es wissen müssen?! Soviel zur dänischen Polizei.

Ein Kaffee kostet im Schnitt 5-6€ und Dänemark ist reich, weil sie Schweine exportieren. Das sind die wichtigsten Dinge, die ich heute gelernt habe :). Geld braucht man übrigens keines abheben, oder sogar wechseln, man kann überall und zwar wirklich überall (sogar bei Straßenständen!) mit Karte zahlen.

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Mit dem Boot kommt man von Nihavn zum Experimentarium, einem Erlebnismuseum und gleich daneben befindet sich der Paprirøn, ein Street food Markt in einer großen Halle  mit gute, Essen zu für Dänemark erschwinglichen Preisen (55-100DKK/Speise), davor kann man in Liegestühlen die Sonne genießen und sich die erworbenen Speisen schmecken lassen.

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