Niederlande

Delft

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Delft hübsch zu nennen wäre eine Untertreibung und die Wohnung in der wir die 4 Tage wohnen dürfen ist ein Hammer! Delft ist eine Stadt wie aus dem Bilderbuch, ähnlich wie Amsterdam, aber wesentlich ruhiger und entspannter. Wenige Coffee Shops, keine Smart Shops, viele kleine Geschäfte, kaum große Ketten. Die Häuser sind ausschließlich Backsteinbauten mit großen Fenstern und relativ schmal. Zur Atmosphäre der Stadt trägt bei, dass die Gebäude nur selten mehr als zwei Stockwerke haben und an jeder Ecke steht eine pompöse Kirche. Essen gibt es ab 10€/Hauptgericht, dem ist nach oben hin allerdings keine Grenze gesetzt. Wenn man einen Minztee bestellt bekommt man heißes Wasser mit frischer Minze serviert, was sagenhaft schmeckt. Das Preisniveau ist höher als in Österreich, jedoch kein Vergleich zu Amsterdam.

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Vom Gefühl her würde ich sagen, dass Delft zu den schönsten Städten gehört die ich bisher besucht habe. Ich kann mir sogar vorstellen hier zu leben. Das Einkommen (als Vergleich dient der Einfachheit halber ein Lehrergehalt) hier ist ca. ein Drittel höher als in Österreich, Mieten und Eigentum wesentlich günstiger als bei uns, dafür sind die Supermärkte und Lokale um die 30% teurer, als Ausgleich dazu sind die Märkte um einiges günstiger. Wem letztlich am Ende mehr bleibt ist fraglich, ich schätze es kommt ziemlich aufs gleiche raus.

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Jeden Donnerstag und Samstag findet ein Markt statt, gute Qualität zu sehr fairen Preisen und ein authentisches Erleben der Stadt – auf jeden Fall empfehlenswert.

Den letzten Abend haben wir im Restaurant verbringen dürfen, wo Tomas alle zwei Wochen als Koch und Charly einmal pro Woche im Service arbeitet. Ein Lokal nur 10 Minuten von der Innenstadt entfernt, mitten im Grünen mit exzellentem Essen und einem Garten mit integriertem Streichelzoo. Ein weiteres kulinarisches Highlight war das Le Peliccan, mit Gastgarten auf einem Boot angelegt in einer Gracht. Gutes Frühstück gibt es im Zondag, tollen Kaffee im Kek, wobei uns da die Speisen durch die Bank zu teuer waren und das Frühstücksangebot gefehlt hat.

Utrecht

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Ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Die Niederlande sind fantastisch, bei gemütlichen 25 Grad erkunden wir Utrecht. Der große Kanal, der im Zickzack mitten durch die Stadt geht, liegt niedriger als die restliche Stadt, direkt am Wasser grenzt ein Lokal ans andere, das Stadtbild bietet eine märchenhafte Atmosphäre. Die riesige Kirche Domd ist so massiv, hoch und beeindruckend, dass wir obwohl es sich um ein Gotteshaus handelt fast ein bisschen enttäuscht waren, dass sie heute wegen einem Konzert geschlossen ist. In Utrecht gibt es unzählige kleine, sehr individuelle Geschäfte mit lustigen Dingen, die kein Mensch braucht, die aber so entzückend sind dass sie trotzdem zum Kauf anregen. Zwischen den großen Marken finden sich kleine Boutiquen mit traumhaft schönen und sauteuren Stücken.

Nordsee
Ich war heute zum ersten Mal in meinem Leben an der Nordsee und mit Stolz kann ich berichten, dass ich sogar im Wasser war! Gut, um ehrlich zu sein waren nur meine Füße im Meer, weil es wirklich arschkalt war, aber immerhin. Wir waren mit Tomas und Charly an einem weißen Sandstrand in der Nähe von Den Haag und haben uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Im Bikini sehe ich ein bisschen aus wie ein Nilpferd, wobei mein Bauch im Vergleich recht klein ist. Ich hoffe das bleibt so und ich bin eine von den Frauen, die nur wenig Bauch bekommen und auch dementsprechend wenig zunehmen. Das fände ich sehr nett. Max hat sich heute aus der Apotheke Antihistaminika geholt, um seine Pollenallergie in den Griff zu bekommen, mit ein bisschen Glück schlafen wir heute mal eine Nacht durch, ohne Schnarchen, Röcheln und Todesgeräuschen.

Wir haben beschlossen für unseren kleinen Mann von jeder Reise, an die er sich nicht mehr erinnern kann, eine Kleinigkeit mitzubringen. Diesmal würde es ein hübscher, weit überteuerter, Schnuller mit Kette dazu. Immerhin ist es Max Sohn, alles muss angehängt werden, wenn ich möchte dass wir es länger als einen Tag haben.

Rotterdam

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Architektonisch sehr interessant, jung und mit dem vielen Wasser eine Attraktion. Wir haben uns mit Tomas und Michel direkt beim Bahnhof Räder für 10€ ausgeborgt und waren den ganzen Tag unterwegs. Die Stadt ist für Fahrräder gemacht, es gibt wirklich überall Radwege. Der etwas überteuerte Markt in einer großen Halle mitten in der Stadt ist wunderschön und etwas außerhalb gibt es günstigere Alternativen. Durch die flache Landschaft ist es sogar für uns ungeübte Radfahrer machbar die Stadt auf zwei Rädern zu erkunden, wobei ich ehrlich gestehen muss, dass mir der Hintern jetzt doch recht weh tut :).

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