Europa – Indochina: 8 große Kleinigkeiten, die einen Unterschied machen

Tag 18

1. Wir Europäer sind verwöhnt, das merkt man schon am Klopapier. Selbst das billigste, mieseste Toilettenpapier, das man in Wien zu kaufen bekommt (und das prinzipiell nur von Studenten und Restaurants erstanden wird), hat mehr Lagen als das Standard Zeug hier.

2. Das nächste sind Straßenkarten, was gäbe es in einer Großstadt wie Wien einen Wirbel, wenn es Google maps nicht gäbe, wenn ohne Navigationssystem rumgefahren werden müsste (jaja, ich weiß, sooo lange gibt’s das noch nicht und irgendwer sagt jetzt sicher „also zu meiner Zeit…“ oder irgendwas in die Richtung „wenn man dir dein Handy abnimmt, kommt das einer Amputation gleich“ – ich schreibe trotzdem weiter :)!)?! In Indochina ist das ein bisschen anders: die Karten werden nämlich vorzugsweise mit der Hand gezeichnet, deshalb schaut auch jede etwas anders aus. Trifft man sich mit jemandem, der in einem anderen Hotel wohnt, kann es sein dass man sich nicht findet, weil dem Künstler dort eine bestimmte Straße nicht als wichtig erschien, oder sie vergessen wurde. Zumindest bleibt es spannend :)!

3. Es wird gelächelt – aus Prinzip! Dazu gehört auch das obligatorische „ja“, egal was man fragt oder sagt. „geht’s zum Tempel nach links oder rechts?“ „yes“ – hmm, danke sehr hilfreich. „haben Sie das auch in grün?“ – „yes… (laaaaaange Pause) … not have“ – gut dass ich eine so aufmerksame Zuhörerin bin, ich warte nämlich immer noch auf das grüne Teil.

4. „bitte nicht scharf“ ist eine Herausforderung, geradezu eine Challenge! Ha, wie toll ist es doch diesen blöden Touristen 10 Chilis ins Essen zu schmeißen, sich beim Zusehen einen abzulachen und dann so zu tun, als hätte man die Bitte falsch verstanden „ach echt jetzt? Du wolltest es NICHT scharf? Ich dachte extra scharf!“ – es ist doch sooo gesund, gut für den Bauch, letztlich wollten sie ja nur helfen und was Gutes tun. Danke auch.

5. Ein Straßenbahnfahrer würde dir nie Drogen verkaufen. Wer das angebotene Transportmittel (Tuktuk) nicht will, bekommt gerne auch andere Dienstleistungen angeboten. Natürlich könnte man für ein zahhaftes „vielleicht“ schon ins Gefängnis kommen und keiner will in einen laotischen Knast.

6. Katzen, Hunde und auch Kinder gehören in Europa in der Regel jemandem oder zumindest zu jemandem. In Asien ist in diesem Bereich einiges anders… Es gibt zig Hunde, aber nirgendwo liegt Hundekacke (wo auch immer die Viecher hinscheißen, es ist toll!), sie bellen auch nicht wie blöd, sind zutraulich, freundlich und schauen nach links und rechts bevor sie eine Straße überqueren – ich schätze mal, der Unterschied ist bereits ersichtlich? Die Katzen sind eher unspektakulär, deshalb lasse ich die Erläuterungen aus. Und dann sind da noch die Kinder. Keine Gehsteigpanzer weit und breit, ich habe noch keinen einzigen Kinderwagen gesehen! Entweder sie werden mit Hilfe eines Tragetuchs rumgeschleppt oder sie laufen selbst und das am liebsten ausgiebig und überall. Keiner ist andauernd hinterher, alle passen auf, oder eben auch nicht. Und erstaunlich ist, dass die meisten davon trotzdem körperlich völlig unversehrt wirken und wesentlich entspannter sind als die europäischen Schreihälse und Terrorzwerge.

7. Museen sind in der westlichen Vorstellung Orte an denen es ruhig ist, nichts darf berührt werden, außer es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es gestattet ist die Hand auszustrecken. Schöne, geradezu herrschaftliche Gebäude… Nicht so in Laos! dreckig, abgesandelt, ungewartet, es steht zwar dabei „don’t touch“, wenn man es allerdings doch tut, ist das auch allen egal – was man gerade betrachtet erfährt man leider nicht.

8. Zebrastreifen und Ampeln werden in Europa genutzt und ernst genommen. Niemand, oder nur jemand der lebensmüde ist, würde in Wien auf die Idee kommen eine 4 spurige Straße zu überqueren, zumindest nicht an einer Stelle die nicht dafür vorgesehenen ist. In Südostasien darf man beim über die Straße gehen nur nicht stehen bleiben… Die Autos lenken um einen herum, keine Regulierung notwendig.

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