Vang Vieng – wir haben überlebt!!!

Hard Facts Vang Vieng Minivan von Luang Prabang nach Vang Vieng 120 000 Kip Backpacker Riverside Guesthouse mit AC 70 000 Kip Moped/Tag 35 000-60 000 Kip Kaeng Nyui Wasserfall 10 000 Kip Blue Lagoon 10 000 Kip über die große Brücke Richtung Wasserfall fahren 10 000 Kip (hin und zurück) Tubing 115 000 Kip (60 000 bekommt man zurück, wenn man den Reifen wieder abgibt) AMD Restaurant – ein absolutes Highlight! Das beste Essen bisher! Drybag (fürs Tubing unverzichtbar) ca. 45 000 Kip Tag 13: Die Fahrt war verrückt… Es hat geschüttet wie blöd und plötzlich bleibt der Fahrer stehen, der Regen hat einen Hang dezent beschädigt und die Straße weggespült. Mit ein bisschen Mut und Anlauf haben wir es dann doch geschafft, allerdings war das im Graben auf dem Dach liegende Auto, das wir kurz zuvor gesehen hatten, nicht unbedingt gut für unser Nervenkostüm. image Vang Vieng ist klein, hübsch und der Blick ist atemberaubend. Wir haben ein spitzen Guesthouse auf einer Insel entdeckt, man muss über eine Brücke um hin zu kommen und das Bett ist bequem. (wenn wir wieder zu Hause sind, schaffen wir uns ein Kingsize Bett an!!!) image Bis vor kurzem war Vang Vieng noch ein absoluter Party Ort, aber nachdem sich so viele betrunkene Touristen unabsichtlich auf die ein oder andere Weise selbstverschuldet umgebracht haben, wurden die Regeln was Drogen und auch Öffnungszeiten betrifft verschärft. Wir haben uns wieder mit den Holländern getroffen, in einem Irish Pub – shame on us… Wir hocken in Laos in einem europäischen Pub. Lustig war es allemal und zumindest einen Lady Boy kennen, bzw verstehen wir jetzt besser. Sie hat sich absolut wie ein Mädchen benommen, hat gefragt ob es ok ist mit dem oder dem zu sprechen, schließlich wurde ich zuerst angesprochen. Sie war so entzückend, sie hat mir erzählt, dass ich die erste Europäerin bin, die sich mit ihr unterhalten hat. Sie hat mir erzählt, dass sie Silikon Brüste hat, und sie sich sogar ihren Penis hat abnehmen lassen… Sehr konsequent! Ich mochte sie wirklich gern, ich glaube dass diese junge Frau durchaus zu Hause meine Freundin sein könnte. image Erschreckend war, wie andere darauf reagiert haben, dass wir sie so selbstverständlich in unsere Gruppe aufgenommen haben. Wildfremde haben sie einfach so betatscht, sie sagt dass sie das hasst, man das als Ladyboy aber akzeptieren und in Kauf nehmen muss. Ich war schockiert, habe sie gefragt ob ihr das wirklich nichts ausmacht und mit den Betroffenen gesprochen und ihnen gesagt, dass das nicht in Ordnung ist und sie zumindest fragen könnten… Einige Frauen, wie auch Männer haben uns skeptische Blicke zugeworfen, haben das Gesicht verzogen – als wollten sie uns einerseits warnen, andererseits sagen „ih, warum gibst du dich damit überhaupt ab?“ Bei einem Menschen geht es doch um mehr als darum, ob er zufällig im richtigen Körper geboren wurde, oder die selbe sexuelle Orientierung hat wie der Durchschnitt, sollte man (oder nur ich?) meinen. Es darf doch nicht sein dass, nur weil man etwas nicht versteht oder nachvollziehen kann, es ins eigene Weltbild nicht passt, jeder Funke Menschlichkeit, jegliche Empathie verloren geht. Ich habe mehr als einen über „es“ bzw „it“ reden gehört, wenn ich mir vorstelle, dass dieser wunderhübschen jungen Frau das tagtäglich widerfährt habe ich umso mehr Respekt vor ihr, es ist mit Sicherheit nicht leicht so anders und gleichzeitig so interessant für sein Umfeld zu sein. Solltet ihr also in nächster Zeit mal einen Lady Boy oder jemand anderen, der ganz offensichtlich „anders“ ist sehen, tut mir den gefallen und unterdrückt den Drang zu starren, sondern nehmt euren Mut zusammen, geht hin und redet wie mit jedem anderen Menschen auch. Das sind sie nämlich in der Regel, Menschen, die auch wie diese behandelt werden wollen und sollen. Tag 14… Hammer. Karstberge soweit das Auge reicht. In uns kam der Entdeckerdrang hoch, also borgten wir uns einen Scooter aus. Das gestaltete sich als gar nicht einfach, da viele der Scooter hier wohl ihre besten Tage schon längst hinter sich haben. Einen guten fahrbaren Untersatz gefunden ging es los. Unsere Empfehlung ist in der Straße wo auch Gary’s Irish Bar ist. Sh. Foto
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image Mitten in die Reisfelder in Richtung der „Blue Lagoon“. Wir wurden schon gewarnt, dass die Straße dorthin nichts für Anfänger sei,…stimmt. Wäre aber nicht so schlimm gewesen, hätte es nicht die Nacht über wie aus Kübeln geschüttet. Dadurch war die Straße teilweise mit riesigen und sehr tückischen, ich würde nicht mal mehr Lacke dazu sagen bei der enormen Größe, Kleinteichen versehen. Unsere Begleiter sind in einer solche Fälle knietief im Schlamm hängen geblieben. image image Nach einigen anstrengenden Versuchen gelang es ihnen sich zu befreien. leider ist dabei ein Flip Flop in den Untiefen liegen geblieben. Aber wo eine Tür zu geht, öffnet sich eine andere und so wurde schlichtweg ein daneben liegender, zufällig perfekt passender Flip adoptiert. Von einem schlimmen Unwetter überrascht mussten wir dann noch bei einer kleinen Hütte einen Stopp einlegen. Genug der Randgeschichten. Die Landschaft, die sich einem hier bietet, ist schlichtweg umwerfend. Reisfelder und Karstberge, zwischen denen der tiefliegende Nebel umherirrt, sind atemberaubend schön.

imageimage image image Nach einer interessanten Fahrt kamen wir zur Blauen Lagune. Ich habe mir zwar etwas Imposanteres vorgestellt als einen natürlichen Pool mit angrenzenden Hütten zum Speisen, dennoch war es nett dort zu verweilen, aber man sagt: der Weg ist das Ziel und in diesem Fall war das absolut zutreffend. Unser Abendessen war fantastisch. Durch Tripadvisor haben wir ein Restaurant ab vom Schuss gefunden, das unglaublich war. Wir werden sicherlich morgen nochmal dort speisen. Eine Köchin in einer schmalen Küche, nur 5 Tische. Das ist die Ausgangsbasis für dieses kulinarische Highlight. Kleines Beispiel: Die Papaya für meinen Papaya Salat wurde vor meinen Augen von einem Baum vor dem Restaurant geschnitten. Viel frischer geht es wirklich nicht. image Tag 15 man trifft sich wohl mindestens 3 mal im Leben! Wir sind gestern am Heimweg, vollkommen ohne es zu erwarten, in John und Damian gerannt. Wenn der Zufall es so will, haben wir uns gedacht, dass wir dem Schicksal einfach vertrauen sollten uns uns heute Früh getroffen um zum Wasserfall zu fahren. Nachdem wir uns von John verabschiedet hatten (ihm ist das Geld ausgegangen und deshalb muss er nach England zurück – Also ich hätte ja meine Eltern angeschnorrt :)), ging es los. Die Landschaft sieht aus wie in Herr der Ringe (wobei das nur eine Vermutung ist, ich habe keinen der Filme ganz gesehen, ich penn immer weg. Aber so stelle ich mir die Szenerie eben vor…), Berge werden von Wolken fast aufgefressen, die verschiedenen Grüntöne sind mit einem Malkasten wohl kaum wiederzugeben. Oh und diese wahnsinns Raupen, wie gerne ich sie berühren würde, die laden quasi dazu ein einen Finger auszustrecken und dann… naja, ins Krankenhaus zu fahren, schätze ich. image Der Wasserfall war, wie soll ich sagen, genau das was ich mir als kleines Kind von einem Wasserfall mitten im Jungel vorgestellt habe. Du weißt schon, so ein bisschen wie im Jungelbuch, als Mogli mit Balu schwimmen geht, ja das beschreibt es wohl am besten. image image image image Tag 16: wir wissen jetzt wieso so viele Leute beim Tubing gestorben sind… Sie sind schlicht und ergreifend sau dämlich! Heute Früh hat uns einer erzählt wie cool Tubing ist und dass er es jetzt schon 2 Mal gemacht hat und heute nochmal geht. Allerdings war er beim letzten Mal schon ohne Reifen, nur mit Schwimmweste, unterwegs. Man muss zwar auf die Felsen aufpassen, damit man nicht dagegen knallt, bei den Bars betrinken kann man sich trotzdem – free Shots everywhere… Ganze 5€ spart man somit. Ist klar, ist ja auch viel besser sein Leben zu riskieren, als 5€ mehr auszugeben! Mein „Wie dumm bist du eigentlich?“ habe ich mir verkniffen, habe meinen Mund gehalten und bin mächtig stolz auf diese herausragende Leistungen an Selbstbeherrschung. Frühstücken waren wir wieder im AMD Restaurant (ich weiß, keiner interessiert sich dafür was ich zum Frühstück hatte, aber es war abartig gut :)), danach haben wir Damian abgeholt um Tuben zu fahren. Hin fährt man mit Zug anderen in ein Tuktuk gequetscht, die Reifen am Aotodach (das sind echt solche Plastikteile, die im Autoreifen drin sind… So was will ich auch!). Der erste Stopp ist bei einer Bar, die Gestalten die da einkaufen sind zum Fürchten, es werden Trinkspiele gespielt, zu allem was man bestellt bekommt man ein Stamperl Lao Lao Whisky dazu, selbst wenn es Coke war und… Ein buntes Armband – unsere Vermutung ist ja, dass das die Absicherung der Veranstalter ist – um, wenn einer asäuft sagen zu können „seht her! sooo viele Bändchen, der war hacke dicht, kein Wunder dass der abgesoffen ist!“. Nach den ersten paar Bier, für uns nach einem, das wir in einer Art Schockstarre getrunken haben, vollkommen verstört von dem, was dort abgeht, ging es ab in dem Fluss. Ich war sehr froh eine Schwimmweste mitgenommen zu haben, nicht weil es sonst zu gefährlich gewesen wäre, sondern weil das Liegen im Reifen damit angenehm und gepolstert war. Keine 15 Minuten im Fluss (die Strömung war doch recht heftig), kamen wir zum ersten Stopp. Die halbwahnsinnigen Trunkenbolde hatten wir bei der ersten Bar zurück gelassen, wir verstehen mittlerweile immer besser wie es zu so vielen Unfällen beim Tubing kommen konnte… Diese war war wesentlich angenehmer, weniger Menschen, immer noch miese Musik, aber immerhin hatten wir eine, wenn auch nur kurze, Schonfrist bis die Besoffenen wieder da waren. Max hat Basketball gespielt (das Brett war zu einem kleinen Springbrunnen umfunktioniert :)) und ich bin mit Damian zu der ausgeschilderten Höhle gestapft. image Dann ging es nochmal auf den Fluss, nicht lange und wir haben an einer kleinen privaten Hütte gehalten. Der Whisky war laut den Jungs saugut. Schön ausgesehen hat er ja, mit all den Kräutern in der Flasche, aber ich bin immer noch davon überzeugt, dass man davon über kurz oder lang blind wird… Wir waren ganz alleine da, die Aussicht war herausragend und die Besitzer haben sich sichtlich gefreut auch was vom Tubing Geschäft abzubekommen. image Die letzte Stunde im Reifen verging wie im Flug, man darf sich nur nicht von dem Tuktuk Fahrern verunsichern lassen, die am Flussufer stehen, einen heraus fischen wollen, um dann für teures Geld in die Stadt zu fahren, obwohl man auch einfach im Reifen hätte sitzen bleiben können. Wir waren um exakt 18 Uhr zurück, perfekt, laut Vertrag zahlt man nämlich für jede Minute, die man überzieht extra. Ein netter Zufall, aber so ist das nunmal im Leben zweier Glücksbärchis 🙂 image

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