Nagi of Mekong

Hard Facts Laos:
Passfoto!!!
35 Dollar Visum (an der Grenze zu zahlen, sie nehmen auch 1400 Baht)
Thai departure card (bekommt man bei der Einreise in Thailand)
Nagi of Mekong 4600 Baht (inklusive pick up vom Hotel in Chiang Khong, Essen, Früchte, Getränke, Hotel beim Zwischenstopp, Besuch einiger Attraktionen)

Tag 8: es schüttet als hätte die Welt justament heute beschlossen unterzugehen.

Wir wurden von einem klimatisierten, relativ neuen, Minivan um exakt 7:45 abgeholt (damit rechnet in diesem Teil der Welt ja keiner und wir haben es weder geschafft einen Kaffee zu trinken, noch das für uns vorbereitete Frühstück auch nur zu kosten)
Alles läuft wie am Schnürchen,       perfekt organisiert werden wir durchgeschleust und von Bussen chauffiert. Entweder die Laoten legen weit mehr wert auf ein schönes zu Hause als Thais, oder wir sind bisher nur durch reiche Viertel gefahren. Das Boot ist spitze, jedes Paar hat jeweils einen Doppelsitz und einen Tisch, Kaffee, Tee und Früchte stehen bereit. Alles ist sauber und wirkt gepflegt, nur der Mekong – das ist vielleicht eine braune Suppe… Auf dem Boot ist Platz für 30 Personen, wir sind nur 15, weshalb wir viel Platz haben.
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Unsere Reisegesellschaft ist sehr gut, eine sehr unterhaltsame Truppe. Wir sind gerade in Pak Beng angekommen und haben unser Zimmer im Mekong Riverside Lodge bezogen. Wunderhübsche, super Aussicht, tolles Bad… Aber: das Bett könnte zum Problem werden, man spürt jede Feder und der Ventilator ist so laut, dass er in der Nacht definitiv nicht eingeschalten werden kann… Repariert – check 🙂
Weiter ging es mit unserem Guide, der übrigens sehr gut Englisch spricht, zum Markt. Mit dem Kondomen funktioniert das hier nicht so gut, weswegen die Familien durchschnittlich 6 Kinder haben. Die Mädchen sind wahnsinnig hübsch, schon ganz junge Frauen tragen Babys mit sich herum.
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Die Kleinsten sind in Tragetüchern am Körper der Mütter, ganz nah am Körper. Überall sind Kinder in allen Altersklassen, laufen herum, helfen am Markt mit, spielen… Die Kinder sind so entspannt und ruhig, wir haben kein einziges Kind quängeln oder schreien gehört, niemand weint, alle benehmen sich, auch von den Erwachsenen kommt kein lautes Wort.
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Vielleicht werden die Kinder bei uns in Europa mit Reizen so überladen, dass sie sind, wie sie sind. Woran genau es liegt kann ich nicht festmachen, es ist auf jeden Fall beeindruckend.
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Weiter ging es mit ein paar Leuten aus der Boots-connection zum Wat, dem Tempel. Zuerst haben wir uns nicht hin getraut, weil unsere Schultern nicht bedeckt waren, aber die jungen Mönche haben uns zu sich gewunken und in ein Tempel laden. Diese wahnsinnig süßen Buben haben sich als Models zur Verfügung gestellt, ich nehme an Nur wenige Touristen finden den Weg in diesen/s (wir können uns auf keinen Artikel einigen :)) Wat.
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Den Abschluss des Tages machte unser erstes richtiges laotisches Essen, dank unserem Guide durften wir Bambus Suppe, abartig ekelhaften laotischen Whisky und frittiertes Seegras mit Sesam bestreut, kosten.
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Eines der besten Dinge am Reisen, sind die Menschen die man trifft, wir verbringen unsere Zeit mit tollen Leuten.
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Tag 9: zurück am Boot haben wir erstmal den Schlaf von gestern Nacht nachgeholt, das war bitter nötig!

Wir waren gerade in einem kleinen Dorf am Rande des Mekong… Zu beschreiben wie ich mich augenblicklich fühle ist schwer.
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Wir haben in Europa alles im Überfluss, wir haben alle Möglichkeiten, uns geht es besser als gut, wir sind ein privilegierter Haufen, der gar nicht zu schätzen weiß dass ihm die Welt zu Füßen liegt.
Dieses Dorf, das wir besucht haben besteht aus 42 Familien mit insgesamt 140 Kindern. Ehen werden arrangiert, geheiratet wird mit 14, das erste Kind ist 9 Monate später da. Bis zu 10 Kinder schlafen unter einem Moskitonetz, um die Anzahl der an Malaria sterbenden zu reduzieren.
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Die Schule ist 1,5 Wegstunden entfernt und kann nur von ca 60 Kindern des Dorfes besucht werden und das nur an einem Tag in der Woche. Gegessen wir alles: Hunde, Ratten, Affen,… Was auch immer sich anbietet. I’m gesamten Dorf gibt es 2 Fernseher, die Kinder zahlen mit Reis, um fernsehen zu dürfen. Die Bewohner leben vollkommen autark, sie sind Bauern, Touristen werden durchgeschleust, wie auch wir. Es fühlt sich an, als wäre man im Zoo – Fleischbeschauung.

Wir haben einen Dorfbewohner auf unser Boot eingeladen, er ist zum ersten Mal von einem privaten Boot mitgenommen worden, seine Dankbarkeit, als wir ihn mit uns essen und trinken ließen macht mir das Herz schwer. Das sollte selbstverständlich sein.

Am liebsten hätten wir den Kindern etwas gegeben, Kleidung da gelassen, was auch immer. Aber die Devise lautet: allen oder keinem, und das geht sich nicht aus, nicht mal wenn die gesamte Gruppe zusammen legt. Ich frage mich, wie es mit Inzest aussieht, die Kinder wirken gesund, ich habe mich nicht getraut zu fragen.

Die Stimmung in der Gruppe ist,  nachdem die Gedrücktheit  nach dem Dorf wieder abgeflacht ist,   hervorragend. Wir waren uns alle einig der Crew Trinkgeld zu geben nachdem wir verschwitzt von den vielen Stufen zur Buddha Höhle zurück kamen.
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In Luang Prabang angekommen werden wir mit einem Minivan ins Stadtzentrum gebracht.

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