Omas und Alkohol

Hard Facts:

1h Oil Massage 300 Baht (wesentlich sanfter als Thai Massage!)
1h Thai Massage 200 Baht
Ice Kaffee 60 Baht (unbedingt dazu sagen, wenn man keinen Zucker will!)
PDA hilltribe museum and education center 50 Baht (inklusive ein Kaffee im Lokal)
Bucket mit einheimischem Rum + Coke/Saft /whatever  250 Baht
Coconut juice 20 Baht
Sonntags gibt es ebenfalls einen Markt
Kochkurs „cook Thai by yourself“ mit Tik 800 Baht

Tag 2: it’s raining man, hallelujah?! Nach einer geradezu göttlichen Massage und einem Essen zum niederknien sitzen wir im Nangnon Coffee und trinken den besten Kaffee Chiang Rai’s. Wir nutzen das Wetter optimal 🙂
Unser heutiges Kulturprogramm: das Hilltribe Museum – klein und fein.
image

Tag 3: Am Abend waren wir zuerst mit den Mädels auf einem Straßenmarkt (Sonntag gibt es auch einen auf einer anderen Straße, nicht ganz so groß wie der am Samstag, aber immer noch faszinierend) und die Nacht haben wir in einer kleinen Bar verbracht. Ich trau mich schwören, dass man von dem Rum, den sie in die Buckets schütten blind werden kann… Begonnen hat alles damit, dass Brielle einen Sack voller Lychees dabei hatte und wir auf die tolle Idee kamen den Alkohol erträglicher zu machen, indem wir oder besser gesagt ich, Lychees reingepresst haben, aus Ermangelung an Alternativen mir den Händen…
Wobei ich erst lernen musste, dass man den Kern raus nehmen sollte, bevor man zudrückt, sonst fliegt er quer durch die Gegend… Dann hat Larissa noch eine kleine Ananas von der Bar geklaut, Brielle konnte eine Schere auftreiben, wobei ich nicht mehr ganz rekonstruieren kann woher die plötzlich kam. Und tja, dann führte eines zum anderen, die Ananas wurde in Gemeinschaftsarbeit erst zerschnitten (und ja, man glaubt es kaum, aber das geht wirklich!) und fand sich dann in meinen quetschenden Fingern wieder… Und irgendwie war es dann auf einmal hell, was soll ich sagen… Es blieb nicht bei einer gestohlenen Ananas und auch nicht bei einem Bucket.

image

Ich habe endlich herausgefunden wieso Thais nicht schwitzen! Es gibt ein Menthol Puder, mit dem man sich nach dem Duschen eibreibt, das einen kühlt!!! Unglaublich, wie uns das bisher entgehen konnte! Dieses Zeug ist der Hammer!
image

Ok, um ehrlich zu sein, nach zwei Stunden Schlaf und einer Nacht wie dieser ist ein Kochkurs die reinste Folter. Wir wurden pünktlich (zum ersten Mal überhaupt in Asien) von einer süßen kleinen älteren Thai Dame abgeholt und von ihr zum Markt kutschiert. Ihr Englisch ist hervorragend, sie ist mit einem Engländer verheiratet, und erklärt uns die Thai Welt. Eine halbe Stunde Fahrt später waren wir bei Tik zu Hause. Zu sehen wie die Menschen wirklich leben ist eine Bereicherung des persönlichen Weitblicks. Tik hat uns von vorne bis hinten bemuttert , oder besser gesagt beomat (ich finde dieses Wort sollte es geben!), sie fand mich zu dünn, weswegen sie mich die ganze Zeit füttern wollte und nachdem Max und ich eine Stunde in ihrem Wohnzimmer geschlafen haben, hatte sie schon alles klein geschnitten und vorbereitet :).
image

image

image

image

Beim Kochen hat Max ihr mehr zugesehen, als wirklich selbst was gemacht – es war also mehr ein netter Tag bei einer Einheimischen zu Hause , die uns einen Einblick in ihr Leben gewährt hat, als ein Kochkurs. Gegessen wurde dann trotzdem und zwar ausgiebig und richtig lecker. Tiks Mann kam dann auch noch und wir wurden durch den Garten geführt, durften tropische Blumen bestaunen und Gartenschätze kosten und beschnüffeln…
image

Für unser Karma haben wir auch was getan, Fische gefüttert (da waren so viele, das Wasser sah aus als würde es kochen!) und eine riesige Papierlaterne steigen lassen, alles in allem ein sehr erfolgreicher Tag.

image

Thailändisch ist eine so lustige Sprache, es gibt 5 Betonungen (die wir natürlich selbst mit größter Mühe nicht heraus hören), jedes Wort kann also fünf komplett unterschiedliche Dinge bedeuten. Das Wort für schön ist das gleiche, wir das für hässlich, nur eben anders ausgesprochen. So kann (wenn man es richtig macht)  „Mai Mai Mai Mai Mai“, ich übersetze, „feuchtes Holz brennt nicht“ heißen. Entzückend ist auch „nein“ wörtlich übersetzt heißt es nämlich „nicht ja“.

Jetzt wo wir uns wieder gefangen haben, kann ich darüber schreiben… Es fällt mir nicht leicht… Wir kommen geradewegs aus der Hölle. In unserem hysterischen Lachkrampf nach diesem verstörenden Erlebnis hat Max es gut zusammen gefasst „zumindest kann ich nicht behaupten, dass mir mit dir (damit bin ich gemeint) jemals fad wird“

Wir sind verdammte Glücksbärchis, es ist schon richtig absurd wie viel Glück wir haben!

Ich wollt langsam wissen was denn nun passiert ist, stimmt’s :)?!

Jetzt beginnt’s: schlaftrunken, nach unserem „Kochkurs“  (den nächsten machen wir nüchtern, versprochen – Mama, ich bin definitiv dezent verzogen, ein bisschen mitschämen solltest du dich also), streife ich nichtsahnend schlendere ich durch unser Zimmer und stelle fest, dass meine Schiene für meine Zähne (dieses komische durchsichtige Ding, das ein heiden Geld kostet) nicht mehr im Kaffeeheferl schwimmt, in das ich sie zum Reinigen reingeschmissen habe. Mein Herz beginnt schneller zu klopfen, verdammt, hab ich sie vielleicht weggeräumt, frage ich mich und durchsuche den Matsch, der sich gerade mein Hirn nennt nach brauchbaren Informationen ab. Gut, Ruhe bewahren, Grandma Kaew fragen. Nochmal verdammt, sie versteht mich nicht, reicht mir alles was ihr zu meinem verzweifelten Deuten auf die Tasse einfällt. Mein Wortschatz verringert sich schlagartig, ich kann nur noch „Fuck, Fuck, Fuck“ sagen. Sie drückt mir das Telefon in die Hand, ihr Schwiegersohn ist Engländer, der kann mir sicher helfen. Nein, kann er nicht „sorry, I throw everything away“ war die unbefriedigende Antwort. Nochmal Fuck. Wo ist der Mistkübel, die Frage konnte er beantworten, welche Farbe hatte der Mistsack – schon schwieriger. Mist ist richtig ekelhaft! Wir haben den kompletten Kübel, es waren zwei Dinger, die wie Hexenkessel aussehen, durchsucht, jeden Sack, Passanten, Hunde, alle wollten mithelfen – natürlich ohne zu wissen wonach sie suchen, wie erklärt man das auch? Ein durchsichtiges Dingens für die Zähne, sieht man kaum… Nachdem der erste Kessel komplett geleert war, ist Max nochmal in Richtung Hotel gegangen, mein Hirnmatsch malt sich gerade aus, was mit meinen Zähnen passiert, wenn ich das Teil sechs Wochen lang nicht trage – die 350€, die die Schiene kosten schwirren auch in meinem Kopf umher. Gut, keine Panik auf der Titanic (was für eine blöde Phrase…), als ich innerlich schon aufgegeben habe und nur noch für mein gutes Gewissen alles versucht zu haben, im Dreck rumstochere kommt Max angelaufen. Triumphierend eine Hand in die Höhe streckend – Grandma Kaew hat sie gefunden!!! Wer auch immer das Zimmer sauber gemacht hat, hat das Wasser in einen Busch geschüttet!!!

Unglaublich, dass wir erst vier Tage hier sind :)!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s